Die aktuelle Predigt

Pfarrer Hans Veit

 

 

 

 

 

Hier finden Sie die aktuelle Predigt vom letzten Gottesdienst.

Aktuelle Predigt:

Familiengottesdienst an Pfingsten

       

Um den Wind geht es also heute Morgen. Ich habe da ein paar Fragen. Als wir vorhin herein kamen, haben wir ihn gespürt – den Wind. Vor der Tür hat er auch etwas geblasen.

 

Frage (Interview): Was kann denn Wind alles machen?

 

Der Wind kann etwas bewegen. Und wenn er Sturm ist, kann er sogar gefährlich werden.

Der Wind kühlt und erfrischt, wenn es heiß ist.

Der Wind kann auch mal was durcheinander bringen.

Wir können auch selbst Wind machen – Seifenblasen.

 

Kinderchor: „Siyahamba“

 

Thema                

Kann man Luft sehen?

Da ist etwas, was uns von allen Seiten umgibt. Und wir sehen es nicht. Aber es ist da – sobald der Wind weht, spüren wir die Luft.

 

So ist es auch mit Gott: Wir sehen ihn nicht – doch er ist da. Er umgibt uns von allen Seiten. Können wir ihn spüren?

 

Ja, wir können Gott spüren. Kindergartenkind: Im Herzen spüren.

 

Und damit sind wir schon mal ganz nah dran, was der Heilige Geist ist, den Jesus uns an Pfingsten zum ersten Mal geschenkt hat. In der Bibel steht da eigentlich nicht Geist. Da steht Wind – Pneuma. Also wörtlich heißt es da: Jesus schenkt uns seinen heiligen Wind. Im Heiligen Wind ist er um uns und bei uns und in uns.

 

Wenn wir also fragen: Was ist denn der Heilige Geist? – dann können wir antworten: Der Geist Gottes ist wie der Wind – man sieht ihn nicht, aber man kann ihn spüren. Und er kann viel bewegen. Er kann mein Leben bewegen.

 

Was wäre, wenn auf einmal keine Luft, kein Wind mehr da wäre? Wir würden alle sterben. Ohne Luft kann der Mensch nicht leben. So ist es auch mit dem Glauben – wenn der Wind Gottes, sein Geist nicht mehr da wäre, könnten wir auch nicht mehr glauben. Denn der Heilige Geist ist die Kraft, die uns glauben lässt – und die uns dann auch als Gläubige leben lässt. Christen sind nämlich Menschen, die sich vom Geist Christi bewegen lassen.

 

Das ist gar nicht so einfach zu verstehen. Ich versuche es mal mit einem Bild auszudrücken. Ich habe euch dazu einen Luftballon mitgebracht.

 

Ein Luftballon ohne Luft ist ganz schlapp. Mit dem kann man wenig anfangen. Wer so einen schlappen Luftballon sieht, der will ihn eigentlich am liebsten sofort aufpusten. Oder mit Wasser auffüllen – dann hat man eine richtige Wasserbombe.

 

Nein, ein schlapper Luftballon macht keinen Spaß. Damit kann keiner richtig spielen. In den Luftballon muss Luft rein, dann können wir ganz viel mit ihm machen.

 

(Aufblasen.)

 

So ist es auch mit einem Menschen ohne den Wind, ohne den Geist Gottes. Ein Mensch, der nicht von Gott gefüllt ist, mit dem kann Gott nichts machen. Der ist schlapp und bewegt nichts. Doch: Gott will uns erfüllen mit seinem Geist wie einen Luftballon mit Luft.

 

In der Bibel heißt es gleich auf den ersten Seiten: Gott haucht dem Menschen seinen Geist, seinen Wind ein – und so wurde er lebendig. Und Jesus hat gesagt: Wenn ich einmal nicht mehr sichtbar unter euch bin, dann sende ich euch meinen Geist – meinen heiligen Wind. Der wird euch ausfüllen. Er wird euch lebendig machen. Er wird euch Kraft und Freude schenken. Dann werdet ihr so leben, wie Gott euch gedacht hat.

 

Mit einem Luftballon kann man Spaß haben und spielen. Wenn wir erfüllt sind mit Gottes Geist, hat Gott Freude an uns und wir an ihm.

 

Das wissen wir auch: Luftballons verlieren nach einer gewissen Zeit immer etwas mehr an Luft. Sie müssen dann (geht natürlich nur, wenn der Knoten gelöst ist) wieder aufgepustet werden. Manchmal gibt es aber auch in unserem Leben Zeiten, wo die Luft raus ist. Wo keine Kraft und keine Freude mehr da ist. Gott will dann die Knoten in unserem Leben lösen. Und uns wieder neu ausfüllen. Wenn bei uns mal die Luft raus ist, kann Gott uns durch die Bitte um seinen Heiligen Geist wieder aufblasen. Genauer gesagt: Eigentlich muss Gott uns jeden Tag neu aufblasen. Jeden Morgen können wir ihn bitten: Schenk und auch heute deinen heiligen Geist, deinen heiligen Wind neu. Erneure, was du uns in der Taufe schon geschenkt hast – deinen Geist.

 

Das ist ein Geheimnis – Gott wohnt in uns durch seinen heiligen Geist – in unserem Herzen. Und er kommt immer wieder neu in uns rein, weil wir ich manchmal vergessen und bei uns die Luft raus ist – aber nie ganz, denn Gott bleibt in uns, auch wenn wir ihn manchmal nicht mehr spüren.

 

Es gibt ja Luftballons, die mit etwas besonderem gefüllt sind: manche sind mit heißer Luft gefüllt. Wenn die Luft so richtig heiß ist, dann steigt der Ballon hoch und wenn wir einen Korb dranhängen, kann man sogar damit fliegen. Wir haben ja alle schon Heißluftballon gesehen. Der Ballon wird durch heiße Luft nach oben gehoben in den Himmel. Auch das kann man übertragen: Der Heilige Geist will uns tragen. Und: Durch den Heiligen Geist kommen wir Gott näher, werden in seine Nähe gehoben. Durch den Heiligen Geist spüren und erleben wir die Gegenwart Gottes.

 

Und die Erfahrung haben wir auch alle schon gemacht: Ihr kennt die Ballone, die mit Gas gefüllt sind. Sie steigen in den Himmel und der Wind treibt sie dann vor sich her. Einen Gasluftballon kann man nicht steuern. Der fliegt dahin, wohin der Wind es will.

 

Genau das steht auch in der Bibel vom Heiligen Geist. Der Geist weht, wo er will und wohin er will. Sprich – mit dem Heiligen Geist bringt Gott uns in Bewegung und treibt uns dorthin, wo er uns haben will.

 

Und der letzte Gedanke: In der Bibel steht auch: Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. Also Glauben heißt – Christsein heißt – dass ich mich von Gott bewegen lasse: von seinem Geist, von seiner Liebe.

 

Jetzt hoffe ich, dass uns allen ein Licht aufgegangen ist. An Pfingsten feiern wir, dass Jesus uns seinen Geist schenkt. Wir erinnern uns daran, dass er so um uns ist und in uns wohnen will – mit seinem Geist, mit seinem Wind. Dass er unser Leben bewegen will und kann. Und dass er uns immer wieder daran erinnert: Wir sind seine Kinder.

 

Ich hoffe, dass dieses Licht uns immer wieder neu aufgeht, jeden Morgen neu. Zusammen mit dem Kinderchor wollen wir das auch einander zusingen: „Ein Licht geht uns auf“.

Kontakt:

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