St. Leonhardskirche

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Evangelische St. Leonhardskirche Knittlingen

Der Turm

 

Er wurde um 1100 errichtet und reichte vermutlich zunächst nur bis zum Sandsteingurt (oberhalb des Gurts sind wesentlich größere Quader).


Der Turm steht auf einer Anhöhe. Zur Seestraße, zur Torstraße und zur Unteren Straße geht es deutlich abwärts. Ohne das heutige Häusermehr war das ein „Turm auf dem  Berg“ – mit guter Aussicht ins nahe gelegene Umland.

 

Er wurde vermutlich zunächst als Wehrturm erbaut. Drei übereinander gelagerte Tonnengewölbe geben ihm Halt.

 

 

 

Die Kapelle

 

Bereits um 1200 stand neben dem Turm eine „Kapelle uf dem Berge“. Von der damaligen Gestalt dieses Kirchleins zeugen noch die kleinen Fenster – ursprünglich wohl innen und außen rechteckig.

 

1360 wurde während der Pfälzer Kriege durch Großbrände der Turm erstmals teilweise zerstört. Teile der Außenmauer weisen heute noch Spuren des Wiederaufbaus auf, die in die Zeit zwischen 1300 und 1400 zurück reichen.

 

Bei diesem Wiederaufbau dürfte der Turm bereits einen Helm (zunächst Spitzhelm)  erhalten haben, mit seinen Kleeblattfenstern versehen und zum Glockenturm ausgebaut worden sein.

 

Man kann davon ausgehen, dass es spätestens im 14. Jahrhundert, also nach den Großbränden, zur Verbindung von Turm und Kapelle und deren Ausbau zur kleinen Kirche auf dem Berge kam.

 

Untersuchungen am Mauerwerk der heutigen Kirche legen die Vermutung nahe, dass die kleine Kirche in ihren Grundmauern den Ausmaßen des heutigen Turms und des Langschiffes  entspricht.

 

Untersuchungen des Denkmalamtes zufolge liegen unter der Kirche noch Knochenreste. Es könnte direkt neben der kleinen „Kapelle uf dem Berge“  ein kleiner Friedhof der Herren vom Pfleghof gelegen haben.

 

 

 

Die Taufkirche

 

1422 wird die „Kapelle uf dem Berge“ zur Taufkirche ernannt. Die St. Georgskirche, ursprünglich auf dem Friedhof erbaut, war und blieb zunächst die Mutter- und Pfarrkirche. Weil sie aber immer mehr verfiel und kein Geld zum Wiederaufbau vorhanden war, wurde sie1820 ganz abgetragen.

 

 

Der Chor

 

1469 erfolgt der Anbau des Chores im gotischen Baustil.
Das Kirchenschiff erhält in dieser Bauphase zusätzlich zu den rechteckigen Fenstern passend zum Chor auch große gotische Fenster. Die Verbindung zum Kloster Maubronn wird an den Chorpfeilern sichtbar durch den Abtstab, die Zisterzienserrauten und eine fünfblättrige Rose (Lehnsherren des Klosters).

 

Die Mondsichelmadonna

 

Das Original dieses wertvollen Kunstwerkes befindet sich (zum Schutz) im Chorraum.

 


Das Kruzifix

 

Das mittelalterliche Kruzifix, das noch kleine, rötliche Tropfen einer einstmals bunten Bemalung trägt, ähnelt auf eigenwillige Weise seinem Nachbarn im Kloster Maulbronn.

 

 

Die St. Leonhardskirche

 

Das Jahr 1583 wird heute als Geburtsjahr der St. Leonhardskirche bezeichnet, da in dem Jahr der Kirchturm erstmals als Teil der Knittlinger Kirche Erwähnung findet.

 

Zwischen 1632 und 1660 hinterließen fünf Großbrände innerhalb des Turms und außen am Chor dauerhafte Schäden. Die drei Tonnengewölbe im Turm haben damals verhindert, dass dieser ganz einstürzen konnte.               

Während des mehrmaligen Wiederaufbaus der Kirche, wurde an der Südseite ein Portal eingefügt.

 

1703 brachte die Taufsteinspende neues Leben in die Gemeinde. Es kam zum Emporeneinzug an der Süd- und Westseite und zum Kanzelanbau an der Nordwand.

 

1709 erhielt die Kirche ihr neues Dach – jetzt mit barocker Dachtraufe.

 

1716  wurde  der Turmaufbau  mit einer ‚Welschen Haube’ abgeschlossen. 1718 zog man noch eine (später wieder entfernte) Orgel-Empore im Chorraum ein. Gleichzeitig legten Maler Hand an die

Werke ihrer Vorgänger. Die figürliche Malerei (s. vereinzelte Einblicke) stammt wohl aus dem 15. und 16.Jh, die florale Malerei entstand während dieses Emporeneinbaus. 

 

1772  erhielt die Kirche eine Sakristei.   

 

1926  nahm man in Fenstern, zu beiden Seiten der Kanzel, die Erinnerung an die Opfer des 1. Weltkrieges auf. 

 

1956 war wieder einmal eine Kirchenrenovierung fällig. Dabei wurde u. a. die Kanzel an die Ostwand der Kirche versetzt.

 

1994 fand die wechselvolle Orgelgeschichte mit der Anschaffung einer kleinen Pfeifenorgel ihren vorläufigen Abschluss.

 

2009 wurde der Kirchenraum renoviert und die Kirche strahlt im neuen Kleid. Einige alte Bemalungen und Fresken wurden frei gelegt und zeugen von unterschiedlichen Ausmalepochen.

 

 

Eine ausführliche Beschreibung der Kirche und ihrer Geschichte ist im Kirchenführer „Kapelle uf dem Berge“ von Marieluise Conradt zu finden (12,- €; in der Poststelle, Kirche und im Pfarramt erhältlich).

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