Informationen zur Kirchensteuer

Beim Blick auf seine Gehaltsabrechnung sieht manche/r mit Interesse auf die dort abgezogene Kirchensteuer. Sie wird errechnet auf der Basis der einbehaltenen Lohnsteuer. Von ihr werden nach Berücksichtigung verschiedenster Freibeträge - z.B. für Kinder - 8% einbehalten. Ähnlich wird die Kirchensteuer bei einkommenssteuerpflichtigen Personen errechnet.

Tatsächlich liegt der effektive Betrag an Kirchensteuer allerdings deutlich niedriger, da die abgezogene Kirchensteuer als Spende gilt und die Steuerlast beim Lohnsteuerjahresausgleich entsprechend verringert. Dies beachten manche, die wegen der Kirchensteuer aus der Kirche austreten, nicht. Der Einspareffekt ist geringer, als die jeweils überwiesene Kirchensteuer vermuten lässt.
 
Allen, die durch ihre Kirchensteuer zur Finanzierung der kirchlichen Aufgaben beitragen, danken wir sehr. Die Kirchensteuer bildet eine verlässliche Einnahme unserer Kirche. Dadurch werden viele Dienste ermöglicht, die wir sonst nicht dauerhaft aufrecht erhalten könnten.
 
Das Recht, Steuern zu erheben, hat die Evangelische Landeskirche in Württemberg aufgrund ihres Status als Körperschaft öffentlichen Rechts inne. Die Kirchensteuer wird von den staatlichen Finanzbehörden eingezogen. Diese erhalten hierfür von der Kirche eine Vergütung.

 

 

Die Kirche und das Geld

 

Eine neue Austrittswelle bahnt sich an. Ursache sind Briefe der Banken, die ihre Kunden über ein neues Einzugsverfahren der Kapitalsteuer informieren. Es wird der Eindruck erweckt, als ob hier eine neue Kirchensteuer eingeführt wird.

 

In Wirklichkeit geht es nur um ein anderes Einzugsverfahren. Schon lange zahlen wir für Kapitalerträge (wie Zinsen) Steuern und damit auch Kirchensteuer. Da die meisten Bürger unter der Grenze des Steuerfreibetrages bleiben, ist das bisher kaum beachtet worden. Um den organisatorischen Aufwand etwas zu vereinfachen, werden ab dem 1. Januar 2015 die Kirchensteuern auf Kapitalerträge automatisch von den Banken an die Finanzämter weitergeleitet. Die Banken informieren ihre Kunden mit einem Brief über die Änderungen, der aber offenbar von vielen Menschen missverstanden wird. Wichtig ist: Lediglich das Einzugsverfahren werde automatisiert und damit für die Kunden vereinfacht.

 

Das neue Verfahren greift erst, wenn die Zinsgewinne des angelegten Kapitals bei Ledigen 801 Euro und bei Verheirateten 1.602 Euro insgesamt überschreiten. Erst dann erhebt der Staat eine Kapitalertragssteuer von 25 Prozent. Auf diese 25 Prozent fallen in Württemberg acht Prozent Kirchensteuer an. Diese Steuerpflicht besteht seit vielen Jahren. Wer weniger Zinsgewinne erwirtschaftet, zahlt darauf auch keine Steuern. Zuviel bezahlte Kirchensteuern werden über die Einkommensteuer zurückerstattet.

 

Mit dem neuen Verfahren wird den Banken vom Bundeszentralamt für Steuern verschlüsselt mitgeteilt, ob der Kontoinhaber Mitglied einer steuererhebenden Kirche oder Religionsgemeinschaft ist. Daraufhin leiten diese die fälligen Kirchensteuern über die Finanzämter an die entsprechende Religionsgemeinschaft weiter. Dafür war bisher eine gesonderte Zustimmung nötig, die nun entfällt.

 

Es wird also keine neue Kirchensteuer erhoben! Leider haben dies manche Kirchenmitglieder missverstanden und sind deshalb aus der Kirche ausgetreten. Das ist für uns sehr schmerzhaft. Wir sind mitten in einem Kürzungsprozess. Wir erhalten wohl mehr Kirchensteuer, aber die Kaufkraft hat so abgenommen, dass wir relativ weniger Geld zur Verfügung haben. Wir können unseren Haushalt in unserer Gemeinde kaum noch ausgleichen.

 

An dieser Stelle soll nochmals erwähnt werden: Wir danken allen, die ihre Kirchensteuer solidarisch zahlen und damit beitragen, dass wir weiterhin Gemeindearbeit, Kindergarten, Diakonie und andere Angebote finanzieren können.

Kontakt:

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Tauffest

Am Sonntag, 23. Juli feiern wir um 10.30 Uhr im Pfleghof ein Tauffest. Gospelchor und Dreiklangteam gestalten den besonderen Gottesdienst mit Taufen und Tauferinnerung mit. Im Anschluss verwöhnt das Goumetteam mit einem Mittagessen.

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